A

Abbeizen

Chemisches Reinigungsverfahren zum Entfernen von Anstrich- und Beschichtungsstoffen, z. B. auf Fassaden, die mit bauwerksfremden Farben gestrichen sind.

Alabastergips

Für die Herstellung von feinen Gieß- oder Antragarbeiten.

Anstrich

Auftragen von Farben auf einer Oberfläche.

Außenstuck

Eine plastische Ausformung von Kalk- oder Zementmörtel zur dekorativen Gestaltung von Wänden, Gewölben und Decken im Außenbereich, z. B. an Fassaden.

Auslucht
siehe Begriff Erker
Auslug
siehe Begriff Erker

B

Baluster

Kleine reihenweise nebeneinandergestellte Stützen, die sich säulen- oder kandelaberartig aufbauen und hauptsächlich in der Renaissance angewandt wurden. Es gibt eckige oder runde.

Balustrade

Brüstungen im Innen- und Außenbereich, die mit runden oder eckigen Balustern ausgestattet sind.

Barock

Baustil

Baudenkmal

Ein Baudenkmal (auch Denkmalimmobilie oder Denkmalschutzimmobilie) ist eine Immobilie, die aufgrund ihrer baulichen historischen Bedeutung als Kulturdenkmal eingestuft wird.

Beton

Baustoff. Ist in frischem Zustand ein flüssiges Gemisch aus Wasser, Sand oder Kies und Zement als Bindemittel.

Betonwerkstein

Unter anderem für Fassadendekoration, für Gesimse und Ornamente etc., seit 1895 bekannte Technik mit Aufkommen der Portlandzemente

C

Chor

In der Kirchenbaukunst Bezeichnung für den meistens erhöhten Abschluss des  Kirchenraums, der Platz für den Hauptaltar.

D

Denkmalpflege

Als Denkmalpflege bezeichnet man die geistigen, technischen, handwerklichen und künstlerischen Maßnahmen, die zur Er- und Unterhaltung von Kulturdenkmälern erforderlich sind. Denkmalschutz dagegen sind die rechtlichen Anordnungen, Verfügungen, Genehmigungen und Auflagen, die Denkmalpflege sicherstellen.

E

Engel

Dekorative figürliche Darstellungen, vornehmlich in der Barockzeit für Stuckausstattungen.

Erker
Synonyme: Auslucht, Auslug

Kleiner, frei vorragender Ausbau an der Außenwand, oft über mehrere Stockwerke gehend, immer mit Fenstern versehen, und meist ein die Fassade oder deren Ecke betonendes Dekorationselement.

F

Fachwerk

Bauprinzip im Holzhausbau. Die Wände des Fachwerkhauses bestehen aus einem Rahmenwerk (Balken mit meist quadratischem Querschnitt), das die Wand trägt, und aus der Füllung (meist aus Flechtwerk, das mit Lehm verputzt wird).

Farbfassungen

Vornehmlich für farbige Fassungen im Bereich von Innen- und Außenstuck.

Fassade

Stirnseite eines Bauwerks, die sich der Öffentlichkeit am meisten zuwendet. Die anderen Seiten nennt man Seitenfasssade, Hinterfassade, Hoffassade usw.

Fenstergesims

Profiliertes Verdachungsgesims, profilierte Fenstereinfassung.

Fenstergewände

So bezeichnet man die Einrahmung des Fensters an Putzfassen.

Filzputz

Dünnlagiger Feinputz, der während der Härtungsphase mit einem Filzbrett oder einer Schwammscheibe verrieben werden kann.

Fixativ

Wasserglaslösung, die als Grundierung oder Grundbeschichtung für Silikatfarben, Dispersions-Silikatfarben oder Silikatputze verwendet wird, um den Untergrund zu verfestigen.

Fries

Streifenförmiger, meist waagerechter Schmuck einer Wand oder eines Gebälks. Der Schmuck kann malerisch flächig oder plastisch sein, ornamental oder figürlich.

G

Gewölbe

Als Gewölbe bezeichnet man die Überdeckung eines Raumes (oder Saals, loder Kirchenraums) in gebogener (gewölbter) Form, im Gegensatz zur waagerechten oder geraden Decke.

Gotik

Gotischer Baustil. Die Gotik entstand um1150 in Nordfrankreich und verbreitete sich über ganz Europa, abgewandelt durch die Eigenarten der einzelnen Länder. Beispiel: Kölner Dom.

Graffitientfernung

Reinigung von Gebäuden oder Bauteilen, die mit Graffiti versehen wurden.

H

Historische Putzarten

Kalkputz und Lehmputz.

I

Innenputz

Sind in Gebäuden auf Wände und Decken aufgebrachte Putzmörtel oder Putzbeschichtungen.

Innenstuck

Eine plastische Ausformung von Kalk- oder Zementmörtel zur dekorativen Gestaltung von Wänden, Gewölben und Decken im Innenbereich.

J

Jugendstil

Baustil, Epoche.

K

Kalkputz

Bestehen aus Sumpfkalk oder hydraulischem Kalk mit Sand und Wasser vermischt.

Kammputz

Wenn auf einen Unterputz ein Edelputz aufgezogen wird, der anschließend im noch frischen Zustand mit einem Kamm oder Sägeblatt in waagerechter, senkrechter oder kreisförmiger Richtung gekämmt bzw. strukturiert wird, spricht man von Kammputz.

Kämpfer

Als Kämpfergesims bezeichnet man den Auflagepunkt von Stürzen, Rundbögen oder Balken.

Kapitell

Oberer Abschluss einer Säule oder Pilaster.

Kassettendecke

Symmetrisch in Quadrate oder Rechtecke aufgeteilte Stuckdecke.

Kölner Balkendecke

Eine mittelalterliche Erfindung von Kölner Stuckateuren. Mit Lehm- und Kalkmörteln verputzte Holzbalken, die an den Enden ausgerundet sind und häufig mit Stuck verziert sind. (Siehe Foto auf der Startseite)

Konsole

Tragendes Element von z. B. Gesimsen.

L

Lasur

Transparente dünne Lack- oder Farbbeschichtung, die die Eigenschaft und Oberflächenstruktur des Untergrundes durchschimmern lässt und diese nicht beeinflusst.

Lehmputz

Besteht aus Lehm mit Sanden unterschiedlicher Körnung und in vielen Fällen Gerstenstroh.

Leichtputz

Putze mit geringer Festigkeit, also leichter und voluminöser als klassische Putzmörtel.

M

Marmor

Naturstein, wird häufig an und in Bauten verwendet.

Maßwerk

Komposition von geometrischen Teilen, insbesondere in der Gotik bei Fenstermaßwerken vorkommend, wie Fischblase, Niere oder ähnliches.

Mineralfarbe

Sind Anstriche und Anstrichstoffe, die auf mineralischen Bindemitteln basieren.

N

Naturstein

Häufig vorkommendes Baumaterial an historischen Häusern, insbesondere im Rheinland vorkommend: Sandstein, Tuffstein, Basaltlava, Basalt (aus der Eifel).

O

Oberputz

Ist die dekorative und strukturgebende Putzlage eines Putzsystems.

Ornament

Dekorative Verzierung oder Schmuckteil an Bauwerken in Stuck oder Stein gearbeitet.

P

Portal

So bezeichnet man in der Architektur ein großes repräsentatives Tor (lat. porta „Pforte“).

Profil
siehe Begriff Stuckprofil
Putzsysteme

Für Außenputze: Reibeputz als Dekorputz, Gefilzter oder geglätteter Putz, Kratzputz, Sgraffitotechnik.

Q

Quast

Deckenbürste, für Anstriche und Putzarbeiten geeignet.

R

Rabitz

Rabitzbauweise wurde nach Maurermeister Karl Rabitz benannt (Vorkommen ab Mitte des 19. Jh.). Dünnschichtige und leichte Trennwände mit einem Putzträger zu versehen und anschl. zu verputzen bezeichnet man als Rabitzbauweise. Dies trifft auch für abgehangene Decken zu.

Reibeputz

Rillenputz, Münchner Rauhputz.

Restaurierung

Umfasst alle Arbeiten und Maßnahmen zur Wiederherstellung historisch wertvoller und/oder denkmalgeschützter Bauwerke, Bauteile oder Details.

Rosette

Mittelteil einer Stuckdecke als Ornament ausgebildet (ursprünglich stammend aus dem Gewölbebau als Schlussstein).

Rückführung

Rekonstruktion von nicht mehr vorhandenen historischen Bauwerken nach vorliegendem Befund (etwa Fotobefund, Zeichnungen etc.).

S

Sanierputz

Einsatz bei der Sanierung von feuchte- oder salzgeschädigten Bauwerken oder/und als Maßnahme bei der Mauerwerkstrockenlegung.

Schablone

Ausgeschnittene Vorlage, die der Vervielfältigung eines Musters dient. Positivschablone / Negativschablone.

Scheibenputz

Bezeichnung für geriebene Strukturputze.

Schlämmputz

Sehr alte Putzart, dient dem Schutz des Mauerwerks. Weitere Bezeichnung Sterbeputz oder Opferputz.

Sgraffito

Ableitung aus dem italienischen, Bedeutung “sgraffiare“ = kratzen. Dies ist eine besondere Putzkratztechnik. Es werden je nach gewünschter Farbgebung versch. Putzschichten übereinander aufgetragen und anschließend in unterschiedlicher Tiefe ausgekratzt. Kommt aus der Renaissancezeit.

Silikonkautschuk

Formmaterial

Sockelputz

Diese müssen gegen mechanisches Einwirken widerstandsfähig und frostbeständig sein.

Stadtkonservator Köln

Denkmalbehörde der Stadt Köln.

Steinersatzmaterial

Dient zur Restaurierung von Steinschäden.

Steinputz

In der Kunstform ist dieser die Nachahmung von Naturstein mit steinmetzmäßig bearbeiteter Oberfläche. Auch Stockputz genannt.

Stucco lustro

Ist eine Marmormalerei. Wird ausschließlich auf frisch aufgebrachtem Sumpfkalkmörtel hergestellt.

Stuck

Im Allgemeinen plastische Verzierungen aus Gips oder anderen gießbaren oder formbaren Massen, zur Dekoration von Plafonds und Wänden in Gebäuden dienend, weiß, gefärbt oder vergoldet. Auch künstlicher Stuckmarmor wird mit diesem Namen bezeichnet.

Stuckprofil
Synonyme: Profil

Dekorationselement aus Gips oder Mörtel gefertigt, wie z. B. Eckgesims, Kämpferprofil, Traufgesims, Gurtgesims, Verdachungsgesims / -profil, Fußgesims, Brüstungsprofil usw.

Stucksäule

Die wohl bekanntesten und auch gebräuchlichsten Stucksäulen sind die griechischen Säulen. Hier wird unterschieden zwischen der Dorischen, der Ionischen und Korinthischen Säule.

T

Terrazzo

Ein Zement- oder Kalkestrich mit eingestreuten farbigen Marmorstückchen.

U

Unterputz

Grundputz

V

Vestibül

Eingangshalle

VOB

Die Verdingungsordnung für Bauleistungen wird mit VOB abgekürzt. Es gibt drei Teile: A, B und C.

W

Waschputz

Kommt aus der Gruppe der Steinputze und wird gewaschen anstatt scharriert.

Wurmputz

Das wurmartige Aussehen der Struktur gibt diesem Putz seinen Namen, auch Münchner Rauhputz genannt.

Y

Yeseria

Stuckdekoration islamischer Herkunft.

Z

Zement

Portlandzement, Eisenportlandzement, Trasszement, Tonerdezement und Hochofenzement.

Zementputz

Bestehend aus reinem Zementmörtel.